Website mit WordPress als CMS? Wieso Sie damit richtig fahren.

Der Trend geht eindeutig in die Richtung, eine neue Website auf Basis eines Content Management Systems zu betreiben. Trennung von Inhalt und Design und die (einfache) Verwaltung der Inhalte direkt über den Webbrowser sind nur zwei Argumente, welche dafür sprechen. Falls wenig bis gar keine Änderungen am Inhalt gemacht werden müssen, so reicht eine Website ohne CMS aus. Müssen jedoch häufiger Änderungen oder neue Inhalte aufgeschaltet werden, so bietet sich ein CMS jedoch an.

Welches Content Management System (CMS) soll es denn nun sein?

Neben kostenpflichtigen Lösungen gibt es auch kostenlose Systeme mit quell-offenem Code (der Quellcode ist öffentlich zugänglich, darf frei kopiert, modifiziert und verändert wie unverändert weiterverbreitet werden). Ob ein kostenpflichtiges System den Anforderungen eher gewachsen ist, muss im Einzelfall genauer angeschaut werden. Die meisten Anforderungen können heutzutage mit WordPress jedoch problemlos umgesetzt werden.

Freie, quell-offene Software kann auf jeden Fall nicht bedingungslos empfohlen werden. Dafür müssen einige Kriterien erfüllt sein, damit man sich nicht in eine Sackgasse begibt. Die gleiche Frage sollte man sich aber auch bei jeder kostenpflichtigen und/oder proprietären Software stellen.

Popularität / Verbreitung

Fast 17% aller Websites im Internet basieren auf WordPress (Quelle). In den USA werden von 100 neuen Websites deren 22 mit WordPress betrieben, was angesichts der grossen Auswahl unterschiedlicher Technologien und Systemen eindrucksvoll ist (Quelle). Der Abstand zu den Verfolgern (Typo3, Drupal oder auch Joomla) ist dabei beträchtlich.

Die umsatzstärksten Unternehmen der Welt (Fortune 500)

WordPress wird keines Wegs nur von kleineren und mittleren Unternehmen oder sogar Privatpersonen betrieben. Es schafft Vertrauen, wenn sogar Firmen, welche zu den 500 umsatzstärksten der Welt gehören, WordPress als System für Websites, Blogs und andere Plattformen verwenden.

Showcase: Fortune 500 companies

Beispiele

Neben solchen Grossunternehmen vertrauen auch andere bekannte Personen aus unterschiedlichen Sparten auf WordPress:

Sport

Musik

Weitere Beispiele aus Sport, Musik, Berühmtheiten und vielen weiteren Kategorien gibt in der Showcase Section von WordPress zu betrachten.

Enstehung / Trägerschaft

Mit dem Start im Jahre 2003 ist WordPress eine Plattform mit einer langen Historie. Es ist eine Plattform, welche nicht von heute auf morgen entstand. In diesen bisher rund neun Jahren wurde WordPress kontinuierlich weiter entwickelt.

WordPress geniesst dabei die Unterstützung von diversen Organisationen. Dazu gehören die WordPress Foundation und Automattic. Die WordPress Foundation ist eine Nonprofit-Organisation, welche sich dem Schutz von WordPress und anderen Open Source Projekten widmet. Automattic ist eine profitorientierte Firma, welche von Matt Mullenweg gegründet wurde. Er hat auch WordPress selber ins Leben gerufen. Automattic bietet neben www.wordpress.com (Kommerzielle Variante) auch weitere kostenpflichtige Dienstleistungen. Daneben trägt die Firma zur Weiterentwicklung von WordPress als Open Source Plattform bei.

Umfangreiches Ökosystem

WordPress wuchs seit der Lancierung explosionsartig. So entwickelte sich in den letzten Jahren eine riesige Industrie um WordPress herum. Tausende Entwickler und Designer bestreiten ihren Lebensunterhalt auf Basis von WordPress. Kleine Firmen und Freelancer bieten ihre Dienstleistungen an. Ob massgeschneiderte Plugins, vorgefertigte Themes oder Beratungsdienstleistungen. Die Vielfalt an Anbietern und Lösungen ist schier unüberschaubar.

Es steht nicht nur eine einzelne Firma dahinter, welche vom Aufschwung profitiert. Das ganze ganze Ökosystem hat am Erfolg von WordPress teil.

Open source

Ein Grund für die explosionsartige Verbreitung ist, dass der Quellcode von WordPress unter der Open Source Lizenz veröffentlicht worden ist. Dies zog eine grosse Anzahl an Entwicklern an, welche dazu beitrugen, dass sich mit WordPress mittlerweile ein solch grosses Ökosystem  darum herum entwickelt hat.

WordPress ist ein Beispiel dafür, wie Open Source Software zum Erfolg wird und proprietäre Software in den Schatten stellen kann. Mit der Wahl für WordPress meistern Sie bereits eine Hürde, sich nicht bereits bei der Wahl der Software in eine unnötige Abhängigkeit zu begeben.

Keine juristischen Hürden

Es gibt kein juristisches Wirrwarr durch welches Sie sich kämpfen müssen. Es gibt keine Lizenzgebühren und auch keine Nutzungsbedingungen. Es besteht lediglich eine grundlegende Lizenzvereinbarung. Diese ist jedoch nicht restriktiv sondern ist so ausgestaltet, dass WordPress frei bleibt und nicht, dass es die Nutzung durch Endkunden einschränkt. Im Vergleich dazu sind die Nutzungsbedingungen anderer bekannter Software um einiges einschränkender.

Fazit

Ohne auf weitere praktische Vorteile von WordPress im täglichen Einsatz eingegangen zu sein, hoffe ich, dass ich einige Fragen klären konnte, um den Hintergrund von WordPress etwas zu durchleuchten. Egal, für welche Lösung Sie sich entscheiden, es ist immer wichtig einige wichtige Punkte zu beachten, sobald Sie sich für oder gegen eine Software entscheiden. Quelloffene Software empfehle ich grundsätzlich gegenüber proprietärer.

Dass WordPress als Plattform kostenfrei erhältlich ist, ist natürlich ein schöner Nebeneffekt. Ihr Geld geht so nur an Leute, welche Sie beraten, Ihnen massgeschneiderte Zusatzfunktionen (resp. kostenpflichtige Plugins) hinzuprogrammiere oder Ihr System betreuen

Quellen: